Responsive Webdesign als Ranking Faktor – lohnt sich die Optimierung?

Mobilen Webseiten gehört die Zukunft und daher ist die Frage berechtigt, wie stark die Ausrichtung auf mobile Nutzer das Ranking bei Google beeinflusst. Hat man Vorteile bei der Listung in den Suchergebnissen, wenn man eine Seite anbietet, die besonders gut auch mobile Nutzer anspricht?

Die offizielle Antwort von Google liest sich recht deutlich. John Mueller von Google Schweiz schreibt bei stackexchange.com:

“Nein. Derzeit unterscheidet Google keine Seiten auf diese Weise. Es gibt vielleicht indirekte Auswirkungen (Smartphone-Nutzer, denen eine Seite im Responsive Design gefällt und die sie anderen empfehlen), doch wir nutzen dies nicht als Ranking-Faktor. Wir sind allerdings gerade dabei, häufige Konfigurationsfehler zu verwenden, um die Rankings in den mobilen Suchergebnissen für Smartphone-Nutzer anzupassen.”

Das Google Soziale Signale von Facebook (Anzahl der Like Stimmen) und Google+ nicht zum Ranking heranzieht, war bisher klar und wurde bereits mehrfach deutlich so kommuniziert. Die Absage an die mobile Optimierung als Rankingfaktor ist dagegen eher überraschend. Die meisten Experten hatten vermutet, dass es unter den mehreren hundert Ranking Faktoren der Google Suche auch ein oder zwei gibt, die sich auf den mobilen Bereich beziehen.

Das Problem Technik

Es ist derzeit gut möglich, dass Google eine Anpassung auf mobile Inhalte noch gar nicht Trennscharf erfassen kann. Das Unternehmen ist gut darin, den Text und Inhalt einer Seite zu erfassen. Auch bei den technischen Rahmendaten (Page Speed, Größe, Anordnung) gibt es wenige Schwierigkeiten. Was Google derzeit aber noch nicht erfassen kann, ist das Aussehen einer Webseite und die Wirkung auf den Nutzer. Ob eine Webseite also gut aussieht oder schlecht lässt sich anhand der Rahmendaten kaum sagen. Ob Grafiken verzerrt sind, zu groß oder klein, liegt eher im Auge des Betrachters. Wie gut eine Webseite mobil aussieht lässt sich daher für Google kaum erfassen und ist daher kaum aussagekräftig.

Dies ist allerdings nur der aktuelle Stand. Die Fähigkeiten der Google Bots werden ständig weiter entwickelt, durchaus denkbar, dass es bald auch Möglichkeiten gibt, dies zu erfassen und zu nutzen.

Kein Rankingfaktor = keine Optimierung?

Die Webseite nicht für den mobilen Bereich zu optimieren, wäre aber wahrscheinlich zu kurz gegriffen. Die Optimierung sollte nicht erfolgen, um Google zu gefallen, sondern um Kunden anzusprechen und denen einen gute Leistung zu bieten. Der mobile Bereich befindet sich derzeit stark im Aufwind und dieser Trend dürfte die nächsten Jahr anhalten. Immer mehr Nutzer haben Smartphones und Tablets mit vollwertigen Browser und die Handytarife bieten günstige Internet-Flatrates ob gleich Inklusive. Bei den modernen Allnet Flat ist das Internet in der Regel bereits enthalten, für einen geringen Preis von 12 bis 15 Euro (mehr dazu auf www.allnetflat-24.de) kann man aktuell bereits bedenkenlos im Netz surfen. Selbst die Prepaidkarten-Anbieter haben aufgerüstet bieten Internet Flat mit dazu. Auch hier liegen die Preis bei 5 bis 15 Euro monatlich. Es ist als auch im Prepaid Bereich mittlerweile sehr günstig mobil online zu gehen.

Wer nicht mobil optimieren, läuft Gefahr, diese Nutzer zu verärgern und für immer zu verlieren. Mit einer schlechten Navigation, kleinen Felder, Inhalten die auch per Scrollen nicht erreichbar sind oder langen Ladezeiten schreckt man Kunden eher ab. Gerade im professionellen Bereich ist das ein schlechtes Geschäft. Viele Unternehmen stecken viel Geld in Marketing um Kunden auf die eigene Webseiten zu bekommen und vergraulen sie dann wieder mit unoptimierten und schlecht gemachten Seiten.

Die Optimierung sollte daher in jeden Fall erfolgen, nicht für Google, sondern in erster Linie für die Kunden. Falls Google dann irgendwann doch noch diese Optimierung werten sollte – um so besser.

Wenig Aufwand, viel Nutzen

Ein Grund, der auf jeden Fall für die Optimierung spricht, ist der geringe Aufwand. Für bestehende Webseiten gibt es in jedem Fall die Möglichkeit, mobile Nutzer auf eine optimierte mobile Version der Webseite zu lenken. Damit muss man am bestehenden System gar nichts ändern sondern nur die wichtigsten Inhalte mobil nochmal aufbereiten. Für die viele Systeme wie WordPress oder Typo3 gibt es dafür schon Plugins und Extension, die einfach installiert werden können.

Wer eine Seite neu aufsetzt, hat es noch einfacher. Die meisten Templates und Webdesigns sind heute bereits „responsive“, bieten also verschiedene Auflösungen für verschiedene Geräte. Dann muss man an sich gar nichts mehr machen sondern kann direkt mit dem Erstellen der Inhalte beginnen, mit dem Wissen im Hinterkopf, dass die Webseite dies bestmöglich präsentieren wird.

Probleme gibt es dagegen häufiger bei den Ladezeiten. Bilder, Videos und Musik sind meistens sehr groß und haben daher lange Ladezeiten, auch wenn sie mobil geladen werden müssen. Für den mobilen Einsatz (aber auch im normalen Web) sollte man daher diese Elemente möglichst schonend einbauen. Das heißt Bilder optimieren und in der Größe reduzieren und Videos erst starten, wenn der Nutzer geklickt hat. Das verbessert die Nutzererfahrung auf der Seite deutlich, mobil aber auch im normalen Internet.


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5 Responses to “Responsive Webdesign als Ranking Faktor – lohnt sich die Optimierung?”

  1. Nick

    Mrz 01. 2014

    Ich denke für die Zukungt wird sich Responsive Webdesign auf jeden Fall lohnen. Da so gut wie jeder Mensch mittlerweile ein Smartphone oder tablet PC besitzt. Das responsive design ist ja auch eine sehr gute Idee!

    Nick

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  2. Frank

    Mrz 06. 2014

    Und dabei nicht die schönen Vorteile von Responsive WebDesign und Responsive Anzeigenblöcken vergessen ( http://www.blogado.de/einnahmen-steigern-mit-adsense-responsive-anzeigenbloecken-300/ )
    Mehr Besucher auf allen Geräten und auch mehr Einnahmen.
    Ich ziehe das aktuell auf allen Blogs und Webseiten durch, mein Jahr 2014 ist ein Responsive-Jahr 😉

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  3. Anja

    Mrz 14. 2014

    Ich halte Responsive Webdesign für unumgänglich – aus zwei ganz einfachen Gründen, 1. immer mehr Menschen nutzen Internet auf Smartphones, Tablets und anderen Geräten, deren Screens und Navigationsbedingungen von denen des Standard-Heimcomputers abweichen und 2. der Markt reagiert auf diesen Trend, indem immer neue Geräte mit immer mehr verschiedenen Bildschirmgrößen entwickelt werden. Folglich muss eine Website heutzutage 1. Mobile-optimiert sein und 2. nicht nur für eine oder zwei bestimmte mobile Geräte, sondern auch für alle abweichenden und Sondergrößen, selbst für die die vielleicht erst nächste Woche auf den Markt kommen. Das kann zur Zeit meiner Meinung nach nur Responsive Webdesign bewerkstelligen.

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  4. Johanna Rach

    Mrz 26. 2014

    Ich sehe das genauso zum Thema responsive Design. Man sollte die Website nicht zwanghaft auf mittels responsive Webdesign umstellen, nur um das Ranking zu erhöhen, sondern ganz einfach um den Zugriff via Smartphone und co. zu optimieren. Oft ist es ja schon verwerflich, was man da von der ein oder anderen Marketing Agentur zu hören bekommt. Ich bin bisher hauptsächlich im Webdesign St. Gallen und Webdesign Ostschweiz tätig und hab, bis auf wenige Ausnahmen, gute Erfahrungen mit responsive Design gemacht.

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  5. Rudoplh87

    Jul 14. 2015

    Meiner Meinung nach sollte man schon die eigene Webseite mit dem Responsive Design „ausstatten“, da ja mittlerweile auch Google das Responsive Webdesign in dem Ranking mit beachten. Ausserdem finde ich, dass das Responsive Design bei Kunden mit Smartphone sehr gut ankommt. Man kennt es ja selbst auch. Man möchte, wenn man unterwegs ist, eine übersichtliche Webseite auf dem Smartphone abgebildet bekommen und nicht eine Webseite wo man nur zoomen und scrollen muss. Deshalb finde ich schon, dass dass Responsive Design mittlerweile eine Notwendigkeit ist.

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